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27.06.2013

SPARKASSENTAG 2013

Bayerische Sparkassen – Vertrauensgeber für Menschen und Wirtschaft vor europäischer Kulisse

Im Rahmen des Bayerischen Sparkassentags in Bad Gögging mahnte Theo Zellner, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, erneut eine stabilitätsorientierte europäische Geldpolitik an. Er warnte außerdem eindringlich vor einer einheitlichen Einlagensicherung und plädierte für die Beseitigung des Kompetenzwirrwarrs im aktuellen Konzept für einen einheitlichen Abwicklungsmechanismus, damit mehr Glaubwürdigkeit für die Bankenunion aufgebaut werden könne.

Theo Zellner mahnte erneut eine stabilitätsorientierte europäische Geldpolitik an. Niedrigzins
Theo Zellner wörtlich: „Wir halten es für einen Irrglauben, zu erwarten, dass weitere Zinssenkungen positive Wirtschaftsimpulse hervorrufen. Die EZB muss eine Geldpolitik betreiben, die Stabilitätsrisiken für die Zukunft vermeidet und die Niedrigzinsphase beendet. Sparen muss sich wieder lohnen.“

Einlagensicherung
Um die Sparer in Deutschland zu schützen warnte er erneut, dass es eine gemeinsame Einlagensicherung nicht geben dürfe, denn sie würde das Vertrauen in die deutsche Einlagensicherung erheblich beschädigen und damit auch die EU-Finanzarchitektur destabilisieren. „Nationale Institutssicherungssysteme müssen erhalten bleiben, jeder Mitgliedsstaat muss die Sicherheit der Einlagen auf einem europäischen Mindestniveau aus eigener Kraft sicherstellen“, so Zellner. 

Abwicklung
Die derzeitigen Pläne zur Umsetzung eines einheitlichen Abwicklungssystems bezeichnete Zellner als heikel. Mit einer gemeinsamen Bankenaufsicht durch die EZB, der Rekapitalisierung durch den ESM, einer Bankenabwicklung bei der EU-Kommission – finanziert durch alle Euro-Staaten – entstehe ein Kompetenzwirrwarr auf europäischer Ebene, das beseitigt werden müsse, damit Glaubwürdigkeit für das Gesamtkonzept der Bankenunion entstehen könne.

Vertrauen
Vor dem Hintergrund europäischer Politik und internationaler Regulierungsfragen sieht Zellner die bayerischen Sparkassen auf einem sicheren Pfad als stabile Vertrauensgeber für die Menschen und die Wirtschaft in ihren Regio-nen. Auch aktuelle Umfragen bescheinigen den Sparkassen hohe Vertrauenswerte: Mit 84 Prozent Zustimmung sind die Sparkassen beim Thema „Vertrauen“ Spitzenreiter innerhalb der Bankenbranche (GPRA-Vertrauensindex 5/2013). Die Sparkassen werden auch im Firmenkundengeschäft als vertrauenswürdigstes Kreditinstitut in Bayern anerkannt (Sersch-Studie). In der FOCUS-Studie „Deutschlands beste Arbeitgeber 2013" belegen die Sparkassen Platz 1 in der Kategorie „Banken“. Das zeigt, dass sie ihrem Selbstverständnis als nachhaltig verlässliche Vertrauensgeber in Finanzfragen und als faire und sozial verantwortliche Arbeitgeber treu geblieben sind. Die Vertrauensbeweise für die bayerischen Sparkassen werden durch Bestnoten für ihre Verbundpartner in der Sparkassen-Finanzgruppe Bayern abgerundet: Finanztest attestiert der LBS Bayern Spitzenkonditionen und die Versicherungskammer Bayern gehört zu den wenigen Versicherern, die sich in der Finanzmarktkrise im Rating verbessert haben.
 

sparkassenverband-bayern.de