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10.06.2013

BAYERISCHE SPARKASSEN UND BAYERNLB UNTERSTÜTZEN HOCHWASSER-OPFER

Fördermittel mit Sonderkonditionen für Flutopfer

Die Hochwasserkatastrophe hat Teile Bayerns stark betroffen, beispielsweise haben Überschwemmungen in den Städten Passau, Regensburg, Deggendorf und Rosenheim besonders starke Schäden verursacht. „Wir sind in der Region verankert und es war sofort klar, dass wir Verantwortung übernehmen“, so Theo Zellner, Präsident des Sparkassenverbands Bayern. „Maßnahmen zur Unterstützung von betroffenen Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen wurden sofort in Angriff genommen.“ Ein Baustein ist das schnelle Zusammenstellen von Fördermitteln, gemeinsam mit der BayernLB.
 

Die bayerischen Sparkassen und die BayernLB bieten Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfe „Gerade Bürgerinnen und Bürger, die teilweise in ihrer Existenz bedroht sind – sei es mit nichtversicherbarem Wohnungseigentum, mit Ernteausfällen, mit verwüsteten Geschäftsausstattungen, um nur einige Beispiele zu nennen - benötigen unsere Hilfe“, fasst Dr. Edgar Zoller, stellvertretender Vorstandsvorsitzende der BayernLB, zusammen. „Wir möchten daher einen Beitrag leisten beim Thema Fördermittelprogramme.“ 

Förderdarlehen sind eine schnelle und unbürokratische Hilfe für Betroffene, Sparkassen beraten traditionell ihre Kunden bei der Beantragung der passenden Mittel. Viele Förderbanken haben als Reaktion auf die Flutschäden spezielle Konditionen oder Programme für Firmen, Kommunen, Landwirte und Privatpersonen aufgelegt. So hat die staatliche Förderbank KfW einen Aktionsplan mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro speziell für Hochwasser-Schäden entwickelt: Für hochwassergeschädigte Unternehmen bietet die KfW Kredite ab einem Nominalzinssatz von 1,0 Prozent p.a. zur Behebung von Hochwasserschäden. Unternehmen können den KfW-Unternehmerkredit und den ERP-Gründerkredit zur Finanzierung von Investitionsmittel in Anspruch nehmen. Zudem können auf Antrag der Hausbanken Zins und Tilgung für laufende KfW-und ERP-Kredite vorübergehend gestundet werden. Die in diesen Programmen bestehenden Möglichkeiten der Haftungsfreistellung für die Hausbanken gelten auch hier.

Private Hausbesitzer können aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm einen Höchstbetrag von 50.000 Euro zu einem verbilligten Zinssatz von 1 Prozent beantragen. Das Programm Altersgerecht Umbauen steht hier privaten Vermietern und Wohnungsunternehmen - ebenfalls zu Nominalzinssatz ab 1,0 Prozent p.a. – zur Verfügung. Die Kreditanträge müssen bei den jeweiligen Hausbanken unter dem Stichwort „Behebung Hochwasserschäden" gestellt werden.
Ein Förderprogramm für Landwirte hat die Landwirtschaftliche Rentenbank aufgelegt. Das Programm „Liquiditätssicherung“ richtet sich an landwirtschaftliche Betriebe, die von Hochwasser oder starken Regenfällen betroffen sind und daher erhebliche Ernteausfälle und entsprechende Umsatzeinbußen fürchten müssen.

Die bayerischen Sparkassen in den besonders betroffenen Gebieten haben bereits auf ihre Regionen zugeschnittene Initiativen ergriffen. Die Sparkassen Passau, Deggendorf, Niederbayern-Mitte, Rosenheim-Bad Aibling haben Sonderkreditprogramme aufgelegt sowie großzügige finanzielle und personelle Hilfe für die örtliche Hochwasserhilfe geleistet. Sparkassenpräsident Theo Zellner: „Hier zeigen die regional verankerten bayerischen Sparkassen, dass sie der Bevölkerung auch in Notsituationen zur Seite stehen, unabhängig davon, ob sie Sparkassenkunden sind oder nicht. Denn die Flutopfer brauchen jetzt Solidarität und schnelle unbürokratische Hilfe.“ Die 72 bayerischen Sparkassen werden deshalb auch gemeinsam in Kürze in einer Solidaraktion eine weitere Hilfsmaßnahme starten. 

Die BayernLB unterstützt zudem die von Sternstunden gestartete Aktion „Hochwasserhilfe Bayern“ mit einer Spende.

sparkassenverband-bayern.de