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25.03.2014

BAYERISCHE SPARKASSEN

Heimische Wirtschaft gestützt – Vertrauen gestärkt – Trotz engerem Spielraum gutes Ergebnis für 2013

Vor dem Hintergrund von Niedrigzinsen und teilweise kostenintensiver Regulierungen konnten die bayerischen Sparkassen 2013 ein in dieser Höhe nicht erwartetes gutes Ergebnis erzielen. Sie haben sich in ihrer Geschäftspolitik auf das Umfeld eingestellt und die Herausforderungen gut bewältigt. Das versetzt sie in die Lage, ihre Aufgabe zur Versorgung der bayerischen Regionen mit Finanzdienstleistungen, weiterhin erfolgreich wahrzunehmen. Ein neuerliches Kreditwachstum um 2,7 Prozent auf 113 Milliarden Euro und ein Einlagenwachstum um 2,2 Prozent auf 142 Milliarden Euro zeigen deutlich die herausragende Rolle der Sparkassen im Wirtschaftskreislauf Bayerns und im Vertrauenszuwachs bei den Kunden.

Die addierte Bilanzsumme der bayerischen Sparkassen stieg im Jahr 2013 auf 182 Milliarden Euro (2012: 179 Milliarden Euro). Dabei erzielten sie ein Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 1,8 Milliarden Euro. Dies sind rund 71 Millionen Euro weniger als 2012. Durch dieses vor allem infolge der Niedrigzinsphase rückläufigen operativen Ergebnis und die leicht erhöhte Risikovorsorge verringerte sich das vorläufige Jahresergebnis der bayerischen Sparkassen auf 348 Millionen Euro (2012: 388 Millionen Euro). Inklusive zuvor erfolgter Zuführungen zu den Vorsorgereserven war dennoch eine deutliche Stärkung des Eigenkapitals möglich. Die bayerischen Sparkassen sind jetzt mit einer Kernkapitalquote von 14,6 Prozent insgesamt gut gerüstet für die aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Präsident Theo Zellner und Vizepräsident Roland Schmautz (rechts)Sparkassenpräsident Theo Zellner betonte allerdings, dass das wirtschaftliche Umfeld von der Niedrigzinsphase bis zur internationalen Finanzmarktregulierung deutliche Belastungen für die regionalen Sparkassen mit sich bringe: „Im Regulierungseifer der zurückliegenden Jahre wurde oft nicht ausreichend nach Geschäftsmodellen und Risikoprofilen der unterschiedlichen Bankengruppen differenziert. Die Folge: Die Regulierungsmaßnahmen sind
nicht immer risikoadäquat, weil sie am Geschäftsmodell der Großbanken ausgerichtet sind. Sie führen zu einer Überforderung und Fehlbelastung gerade kleiner Banken und Sparkassen.“
Zellner führte dazu den europäischen Abwicklungsfonds an, aber auch neue europäische Vorschläge zur verstärkten Förderung der Kapitalmarktfinanzierung von Unternehmen. Denn Sparkassen bedienten vorrangig mittelständische Unternehmen, für die eine Kapitalmarktfinanzierung schon aufgrund der dazu notwendigen Emissionsvolumina im zweistelligen Millionenbereich nicht in Frage käme.

Die Ergebnisse des abgelaufenen Jahres stehen unter dem Einfluss der Niedrigzinsen. Die bayerischen Sparkassen müssen für 2013 eine Einbuße von rund 54 Millionen Euro aus dem Rückgang des Zinsüberschusses feststellen. Dies gibt auch den Ausschlag für die Entwicklung der Cost-Income-Ratio: Sie erreicht mit 62,1 Prozent immer noch einen ordentlichen Wert.

Bei der Vorlage der Geschäftszahlen unterstrich Vizepräsident Roland Schmautz den Zuwachs an Kundeneinlagen und das gute Kreditneugeschäft. Die Kundeneinlagen stiegen 2013 auf 142 Milliarden Euro, der Kreditbestand auf 113 Milliarden Euro. Die Kreditbestände der bayerischen Sparkassen an Unternehmen und Selbstständige wuchsen dabei 2013 um knapp 2 Prozent auf 57,2 Milliarden an. Bei der Vergabe von Wohnungsbaukrediten erreichten die bayerischen Sparkassen ihr Vorjahresniveau von 10,8 Milliarden Euro und sind mit einem Marktanteil von über 35 Prozent weiterhin Marktführer im privaten Wohnungsbaugeschäft.

Schmautz betonte, dass sich die bayerischen Sparkassen künftig auf ein verändertes Anspruchs- und Nutzungsverhalten ihrer Kunden einstellen müssen. Der demografische Wandel und die zunehmende Digitalisierung seien Herausforderungen für die Sparkassen, die die Regionen Bayerns durch ihr flächendeckendes Netz an Geschäftsstellen mit Finanzdienstleistungen versorgen. „Da derzeit aber nur wenige Kunden ihre Bankgeschäfte ausschließlich online abwickeln, verfolgen die Sparkassen weiterhin eine Multikanalstrategie und begleiten ihre Kunden im Netz und vor Ort“, so Schmautz.

sparkassenverband-bayern.de