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17.06.2016

TREFFEN DER EU-FINANZMINISTER

Netzer fordert: Zentralistische Zwangshaftung bei der Einlagensicherung vermeiden

Heute verhandeln die EU-Finanzminister erneut über die umstrittene Vergemeinschaftung der EU-Einlagensicherung. Dr. Ulrich Netzer, Präsi-dent des Sparkassenverbands Bayern macht dazu noch einmal die Hal-tung der Sparkassen deutlich: “Die Zusammenlegung der nationalen Einlagensicherungsfonds zu einem gemeinsamen europäischen Topf sehen wir als eine Art zentralistische Zwangshaftung der Stabilen für die Unvor-sichtigen. Die Eigenvorsorge der Banken würde aufgeweicht und die Ver-bindung von Verantwortung und Risiko vernachlässigt.“

Netzer betont erneut, dass derzeit noch nicht einmal die derzeitigen EU-Vorschriften zur Einlagensicherung in der ganzen Euro-Zone angewandt werden. „Vor diesem Hintergrund ist es nicht überzeugend, wenn für eine weitere Vergemeinschaftung geworben wird. Die EU-Kommission muss hier andere Vorschläge vorlegen,“ so Netzer. Er verteidigt damit den bewährten, verlässlichen und EU-konformen Einlagenschutz in Deutschland: „Es ergibt keinen Sinn, wenn ein gemeinsames Sicherungssystem eher Unsicherheiten von Land zu Land transportiert.“
 

sparkassenverband-bayern.de