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22.03.2010

Bayerische Sparkassen steigern Einlagen und Kredite

Die bayerischen Sparkassen legen für 2009 ein solides und stabiles Ergebnis vor. Ihr Geschäftsmodell habe sich damit erneut bewährt, so Vizepräsident Prof. Rudolf Faltermeier bei der Jahrespressekonferenz.

Die addierte Bilanzsumme der 73 bayerischen Sparkassen betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt knapp 168 Milliarden Euro (+ 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Die Einlagen der Kunden bei den bayerischen Sparkassen stiegen um 1,2 Prozent auf knapp 130 Milliarden Euro an. Die Kunden fragen seit dem Beginn der Finanzkrise nicht mehr nach der höchsten Rendite, sondern in erster Linie nach der Sicherheit ihres Geldes, so Faltermeier. Hier könnten die Sparkassen mit ihren durchschaubaren und klaren Produkten punkten. Daher sei es ihnen gelungen, das bereits im Vorjahr deutlich verbesserte Einlagevolumen noch einmal zu steigern.

Keine Kreditklemme in Bayern

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das ausgereichte Kreditvolumen um 2,3 Prozent auf 98 Milliarden gesteigert werden. Damit sei die Kreditversorgung für den Mittelstand gewährleistet worden, so Faltermeier. Im Jahresverlauf 2009 seien von den bayerischen Sparkassen gut 10,2 Milliarden Euro neue Kredite an Unternehmen und Selbstständige zugesagt worden. Dies entspreche einem Plus von 14 Prozent. Geplant sei ferner, über die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe neues Eigenkapital für Unternehmen zur Verfügung stellen.

Betriebsergebnis vor Bewertung


2009 erzielten die bayerischen Sparkassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,75 Milliarden Euro. Dies seien rund 400 Millionen mehr als 2008. Die Sparkassen in Bayern zahlten in 2009 rund 424 Millionen Euro an Ertragssteuern (Vorjahr 184 Millionen Euro). Am Ende steht ein vorläufiges Jahresergebnis von 330 Millionen Euro. Mit diesem guten Ergebnis könnten die Sparkassen in den jeweiligen Regionen ihr Eigenkapital stärken und so die Kreditfinanzierung für den Mittelstand im beginnenden noch zaghaften Aufschwung sichern, resümierte Vizepräsident Prof. Rudolf Faltermeier.

Jede Woche mehr als eine Million für das Gemeinwohl

Das gesellschaftliche Engagement der Sparkassen ist trotz der Krise auf einem höheren Niveau als 2008 fortgeführt worden. Im Jahr 2009 haben die bayerischen Sparkassen insgesamt 63,4 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke und Einrichtungen bereitgestellt. In dieser Summe sind Spenden, Stiftungsausschüttungen und sonstige Förderbeiträge zusammengefasst.

Faltermeier lehnte Pläne zur Einführung einer pauschalen Umlage zur Krisensicherung unter allen Banken und Sparkassen ab. Es könne nicht sein, dass die einen die Krise verursachen und andere dafür haften sollen. Die bisher öffentlich bekannten Pläne sehen vor, alle Kreditinstitute, unabhängig von ihrem Geschäftsmodell und Systemrelevanz, nach der Bilanzsumme zu einer Abgabe heranzuziehen. Damit würden die Sparkassen mit ihrem jeweils soliden Unternehmenskreditgeschäft stark getroffen. Das wäre die falsche Schlussfolgerung aus der Finanzkrise.

Tabelle: Sparkassen in Zahlen