28.10.2002
Weltspartag 2002
Beim Vermögensaufbau ist Sicherheit Trumpf
Zwar sehen immer noch 40 Prozent - und damit ein Großteil der Deutschen - ihre gegenwärtige finanzielle Situation als "gut" (37%) bis "sehr gut" (3%) an. Gegenüber 2001 bedeutet dies jedoch einen Rückgang um 4 Prozentpunkte. "Diese Angaben sind sicher ein Spiegelbild der derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage in Deutschland", so Dr. Siegfried Naser, Geschäftsführender Präsident des Sparkassenverbandes Bayern. Dies werde auch deutlich, wenn man sich die gewählten Anlageformen der Menschen näher betrachte. "Der Trend geht klar wieder in Richtung der klassischen Anlageformen", so Naser. Dabei ist Sicherheit der wichtigste Aspekt beim Vermögensaufbau. 58 Prozent der Deutschen finden dies sehr wichtig. Weniger wichtig für den Vermögensaufbau sind die Aspekte "Vererbbarkeit" (21%) und "öffentliche Förderung" (20%). Folgerichtig sehen die Deutschen in der selbst genutzten Immobilie (42%) oder in einer Lebens- (43%) oder Rentenversicherung (33%) auch die besten Produkte zur Vermögenssicherung.
Auch das Sparbuch spielt wieder eine wichtige Rolle. Während noch vor zwei Jahren nur 6 Prozent diesen Klassiker bei ihrer Vermögensplanung berücksichtigen wollten, ist dieser Anteil aktuell im September 2002 um mehr als das dreifache auf 20 Prozent angestiegen.
Aufgrund der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten hat der Einsatz von Aktien als Instrument zum Vermögensaufbau an Attraktivität eingebüßt. Er liegt aktuell bei neun Prozent gegenüber 11 Prozent in 2000.
Mit dem Vermögensbarometer zum Weltspartag untersucht die Sparkassen-Finanzgruppe die Bereitschaft der Bundesbürger, durch privaten Vermögensaufbau finanzielle Vorsorge zu treffen. Bei dieser repräsentativen Umfrage werden rund 2000 Bundesbürger im Alter über 14 Jahren interviewt.
