11.03.2008
Jahresüberschuss gesteigert – Hohe Förderkreditquote
Erneuter Zuwachs bei Einlagen und Geldvermögen
Im bilanziellen Einlagengeschäft stieg die Jahreszuwachsrate gegenüber dem Vorjahr von 2,4 % auf 3,8 %. Zuwächse verzeichnen erneut die Eigenemissionen, also Sparkassenbriefe, Sparkassen-Inhaberschuldverschreibungen sowie insbesondere die Termineinlagen. Die gesamte Geldvermögensbildung einschließlich Verbundgeschäfte verlief im Jahr 2007 über alle Kundengruppen gerechnet mit +5,9 Mrd. Euro erneut sehr positiv. Im Kreditgeschäft sei die Quote der Förderkredite von 8,5 % auf 9,8 % des Gesamt-Kreditbestandes angewachsen. Im Jahr 2007 stieg das Neukreditgeschäft an Unternehmen und Selbständige überproportional stark an. Damit begleiten sie den wirtschaftlichen Aufschwung aktiv. Die Kreditauszahlungen an Unternehmen und Selbständige zeigten einen klaren Aufwärtstrend. Sie lagen bei einem Volumen von 7,48 Mrd. Euro um 10,7 % über dem Vorjahr.
Vizepräsident Rudolf Faltermeier berichtete, dass sich die bayerischen Sparkassen bei einer aktuellen Testkauf-Studie vor privaten Großbanken und Finanzvermittlern positionieren konnten. Das zeige, so Faltermeier, dass die bayerischen Sparkassen bei der Umsetzung des Sparkassen-Finanzkonzeptes erfolgreich sind. Faltermeier verwies in diesem Zusammenhang auch auf überdurchschnittliche Ergebnisse im Verbundgeschäft. So habe sich die Deka als "Aufsteiger des Jahres" profiliert.
Die Baufinanzierung sei weiterhin ein wesentliches Ankerprodukt der bayerischen Sparkassen im Privatkundengeschäft. In diesem Geschäftsfeld herrsche ein besonders intensiver Wettbewerb, sagte Faltermeier. Gerade deshalb sei es wichtig, als Qualitätsanbieter in der Fläche hohe Beratungsqualität mit attraktiven Konditionen zu kombinieren. Sparkassen könnten dem Kunden rund um das Thema Immobilie alles aus einer Hand bieten. Im Bereich der Modernisierung sehen die Sparkassen noch erheblichen Baubedarf.
Wie Rudolf Faltermeier weiter ausführte, stellt sich die bayerische Sparkassenorganisation als Partner des Mittelstandes in diesem Jahr besonders auf die Begleitung ihrer Kunden im internationalen Geschäft ein. Jüngstes Beispiel sei die "S-International Business GmbH & Co. KG" mit Sitz in Augsburg, in der acht Sparkassen aus Schwaben und Oberbayern ihre internationalen Aktivitäten bündeln, um die Kunden noch besser und intensiver beraten zu können. Die Gesellschaft wird am 1. Juni 2008 an den Start gehen.
Mit Hilfe des internationalen Netzwerkes "S-Country Desk" können Sparkassen ihre mittelständische Kundschaft in nahezu 100 Länder begleiten. Neuester Baustein des Netzwerkes ist die Hypo Group Alpe Adria (HGAA), ein Tochterunternehmen
der BayernLB. Mit dem Mehrheitserwerb an der HGAA - einer internationalen Finanzgruppe mit mehr als 350 Bank- und Leasing-Standorten in 12 Ländern des Alpen-Adria-Raums - hat die BayernLB ihre bisherige Präsenz in Südosteuropa, mit der MKB Bank in Ungarn und deren Töchtern in Rumänien und Bulgarien deutlich verstärkt.
Anlage
