25.06.2009
Bayerischer Sparkassentag 2009
Geschäftsmodell der Sparkassen bewährt sich - Keine Kreditklemme für den Mittelstand
Vor rund 800 Vorstandsmitgliedern, Vertretern der kommunalen Träger, der kommunalen Spitzenverbände und Finanzinstitutionen sowie den Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe sprach der Sparkasssenpräsident davon, dass in den kommenden zehn Jahren niemand mehr ernsthaft nach Privatisierung oder Vertikalisierung der Sparkassen rufen könne. Selbst der kritische Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage habe erklärt, dass sich die die Sparkassen mit ihrem breiten Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft in der Krise als "Risiken abschirmend" und damit "stabilisierend" erwiesen hätten.
Naser ging ferner auf die Mittelstandsfinanzierung ein. Im Jahresverlauf 2008 hätten die bayerischen Sparkassen sowohl bei den Zusagen, als auch bei den Darlehensauszahlungen mit einem Plus von mehr als 10 % deutlich zugelegt. Insgesamt konnten Unternehmen und Selbstständige damit durch die bayerischen Sparkassen über 8,3 Milliarden Euro an neuen Kreditmitteln verfügen. Auch im Jahr 2009 setze sich dieser Trend fort: Bis zum April diesen Jahres seien die Kreditzusagen um 6,7 % und die Auszahlungen um 6,2 % an Unternehmen und Selbständige gestiegen. Naser wörtlich: "Bei uns gibt es also keine Kreditklemme."
Die bayerischen Sparkassen haben 2008 rund 160 Mio. Euro an Existenzgründungsdarlehen an 1.730 Existenzgründer ausgegeben und damit mitgeholfen, 5.000 – 7.000 neue Arbeitsplätze in Bayern zu schaffen. Die Sparkassen sehen sich - so Naser – auch in der Mitverantwortung, die Kommunen in dem Bemühen zu unterstützen, die Städte weiterhin attraktiv zu gestalten. Mit dem Modellvorhaben "Leben findet Innenstadt" habe das Bayerische Innenministerium wichtige Akzente gesetzt, die von den Sparkassen nachhaltig mitgetragen werden. Im Modellvorhaben waren bereits zehn bayerische Sparkassen beteiligt.
