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24.01.2012

BAYERISCHE SPARKASSENSTIFTUNG

Geschichte wird lebendig im digitalen Außenmuseum Hohenlinden

Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg fördert mit der Bayerischen Sparkassenstiftung die allgemeinverständliche Darstellung der Bedeutung der Schlacht bei Hohenlinden mittels hochinnovativer Medien.

In Geschichtsbüchern findet sich viel über den Hergang und die Folgen von Schlachten, die die Weltordnung entscheidend veränderten. Anschaulich ist dies meistens nicht und häufig genug wird alles durch die Brille der großen Politik dargestellt. Ganz anders in Hohenlinden: Hier erfahren Besucher Geschichte nicht nur im Museum, sondern am eigentlichen Ort, wo sich die entscheidenden Ereignisse zugetragen haben. In der Kamerasicht eines Smartphones können sie sehen, wie Österreicher und Bayern am 3. Dezember 1800 auf die Rheinarmee des Generals Moreau trafen. Virtuell vermittelt werden sie so zu Zeitzeugen.Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg und die Bayerischen Sparkassenstiftung stellen gemeinsam 44.000 Euro für diese museumspädagogische Neuheit zur Verfügung.

An zahlreichen Punkten 25 km rund um das Museum in Hohenlinden werden nicht nur Audio- und Video-Informationen eingespielt, sondern es erfolgt auch eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung (Augmented Reality). Dabei handelt es sich zum Beispiel um ortsgebundene statische Bilder oder aber auch ganze Video-Passagen, die in das Kamerabild des Smartphones als weitere Schicht eingespielt werden. So kann ein Soldat der Alliierten oder aber ein Bauer, der ausgeraubt worden ist, im realen Kamerabild auftauchen und informieren. Franzosen, Österreicher und Bayern in historischen Kostümen erzählen, wie sie dieses geschichtliche Ereignis persönlich erlebt haben. Mit dieser Technologie gelingt die Verschmelzung von virtueller Welt und analoger Realität.

Neue Wege in der Museumspädagogik sind einer der Förderschwerpunkte der Bayerischen Sparkassenstiftung. Dazu gehören unter anderem auch eine GPS-gestützte Führung am Mainlimes, ein onomatopoetisches (lautmalerisches) Kabinett im Donald Duck Museum Schwarzenbach und 3D-Projektionen in der Landesaustellung zu König Ludwig II. auf Herrenchiemsee.

Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführender Vorstand der Bayerischen Sparkassenstiftung, ergänzt: „Die Sparkassen sind in Deutschland mit einer Fördersumme von rund 150 Millionen Euro pro Jahr die größten nichtstaatlichen Kulturmäzene.“