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23.03.2004

Steigende Ergebnisse bei den bayerischen Sparkassen

Jahresbilanz 2003

In wirtschaftlich schwieriger Zeit konnten die 82 bayerischen Sparkassen 2003 ihre Betriebsergebnisse deutlich steigern. Darauf verwies Dr. Siegfried Naser, Geschäftsführender Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, bei der Vorlage der Geschäftszahlen.

In wirtschaftlich schwieriger Zeit konnten die 82 bayerischen Sparkassen 2003 ihre Betriebsergebnisse deutlich steigern.

Darauf verwies Dr. Siegfried Naser, Geschäftsführender Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, bei der Vorlage der Geschäftszahlen.

Im Kreditgeschäft verzeichneten die bayerischen Sparkassen eine Zunahme um 0,7 % auf 95,8 Mrd. Euro (Vorjahr 95,1 Mrd. Euro). Dies sei umso bemerkenswerter so Naser, als die anderen Bankengruppen in Bayern ihre Kreditbestände im gleichen Zeitraum um 4,2 % zurückführten. Daran werde deutlich, dass die Sparkassen hier Marktanteile gewinnen konnten. Die Steigerung bei den neu vergebenen Kreditvolumen um 21,4 % auf 15,38 Mrd. Euro zeige außerdem, so Naser, dass die bayerischen Sparkassen ihre Kunden auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit finanzieren würden.

Kundeneinlagen stabil
Die Gesamtkundeneinlagen gingen 2003 um 0,3 % auf 114,6 Mrd. Euro zurück. Die Sparkassenkunden bevorzugten dabei wie bereits im Vorjahr insbesondere höherverzinste Sondersparformen (+ 1,5 %). Rückgänge gab es dagegen bei den Eigenemissionen (- 8,5 %), während die Geldmarktkonten mit plus 15,6 % nach wie vor ihre Favoritenstellung behaupten konnten.

Im Wertpapiergeschäft verbuchten die bayerischen Sparkas-sen einen Bestandszuwachs der Fremdemissionen von 1,6 Mrd. Euro (+ 6,1 %). Zugenommen hat insbesondere der Bestandszuwachs der festverzinslichen Wertpapiere, von 418 Mio. Euro im Jahr 2002 auf 613 Mio. Euro in 2003.

Die addierte Bilanzsumme der 82 bayerischen Sparkassen ging leicht zurück von 154,8 Mrd. Euro (2002) auf 153 Mrd. Euro 2003 (- 1,2 %).

Der Zinsüberschuss bei den bayerischen Sparkassen erhöh-te sich von 2,33 % der DBS im Jahr 2002 auf 2,40 % im Jahr 2003. Die zweite Ertragskomponente, der Provisionsüber-schuss, zog nach dem leichten Rückgang im Vorjahr wieder an und erreichte 0,56 % der DBS (Vorjahr 0,51). Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg von 0,90 % auf 1,00 % der Durchschnittsbilanzsumme oder rund 1,5 Mrd. Euro.

Der vorläufige Jahresüberschuss stieg von 0,18 % auf 0,22 % der DBS bzw. auf knapp 338 Mio. Euro. Zufrieden zeigte sich Dr. Naser mit der Entwicklung der Cost-Income-Ratio, die von 68,8 % auf 66,7 % zurück ging. Dies sei für eine flächendeckend tätige Organisation mit ihren zahlreichen stationären Vertriebsstellen eine große Leistung. Immerhin unterhalten die bayerischen Sparkassen 2799 konventionelle Geschäftsstellen (- 111), 242 SB-Geschäftsstellen (+ 31) und 287 Beratungscenter (+ 76) in allen Landesteilen Bayerns.

Personalbestand gehalten
Beim Personal hat sich im Jahr 2003 eine leichte Abnahme ergeben. So beschäftigten die bayerischen Sparkassen Ende 2003 gegenüber dem Vorjahr 546 Vollzeitkräfte, 25 Teilzeitkräfte und 135 Auszubildende weniger. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter verringerte sich damit um 1,4 % auf 50.451 (Vorjahr 51.157).

Die bayerischen Sparkassen in Zahlen

Sparkassen in Bayern 31.12.2003 31.12.2002 Veränd. in %
         
Anzahl Sparkassen 82 83 -1 -1,2
Konventionelle Geschäftsstellen einschl. HSt. 2.799 2.910 -111 -3,8
SB-Geschäftsstellen 242 211 31 14,7
Beratungscenter 287 211 76 36,0
         
Anzahl Mitarbeiter 50.451 51.157 -706 -1,4
Vollzeitkräfte 32.620 33.166 -546 -1,6
Teilzeitkräfte 13.775 13.800 -25 -0,2
Auszubildende u. Trainees 4.056 4.191 -135 -3,2
         
Kundenkonten in Tsd. Stück        
Konten insgesamt (einschl. Depotkonten) 19.792 20.149 -357 -1,8
Sparkonten 10.343 10.628 -285 -2,7
S-Briefe, S-Gewinnobligationen 887 959 -72 -7,5
S-Obligationen 32 36 -4 -11,1
Termingeldkonten (einschl. Nullkonten) 213 264 -51 -19,3
Girokonten einschl. so. täglich fällige Gelder 6.007 5.903 104 1,8
-davon onlinefähig 1.350 1.117 233 20,9
Kreditkonten 1.507 1.511 4 0,3
         
Bilanzkennzahlen in Mio. Euro        
Kundeneinlagen 114.662 114.966 -304 -0,3
Spareinlagen insgesamt 51.790 51.325 465 0,9
-Normalspareinlagen (einschl. bonifizierte) 23.364 22.741 623 2,7
-Sondersparformen 28.426 28.584 -158 -0,6
Eigenemissionen insgesamt 19.839 21.670 -1.831 -8,4
-Sparkassenbriefe 12.386 13.167 -781 -5,9
-IHS und Obligationen 7.452 8.503 -1.051 -12,4
Termingelder 9.792 11.315 -1.523 -13,5
Sichteinlagen 33.241 30.656 2.585 8,4
-davon höherverzinst (Geldmarktkonten) 15.179 13.129 2.050 15,6
         
Kundenkredite (Kreditvolumen I) 95.810 95.169 641 0,7
·nach Fristigkeiten        
-kurzfristig (einschl. Wechselkredite) 11.178 12.257 -1.079 -8,8
-mittelfristig 5.101 5.031 70 1,4
-langfristig 79.531 77.880 1.651 2,1
·nach Kreditnehmern        
-Privatpersonen 43.858 42.652 1.206 2,8
-Unternehmen u. Selbstständige 45.346 46.363 -1.017 -2,2
-Öffentliche Haushalte 5.593 5.124 469 9,2
-Sonstige 1.014 1.029 -15 -1,5
         
Bilanzsumme 152.994 154.807 -1.813 -1,2
         
Kunden-Wertpapiergeschäft        
Kundendepots insgesamt 803.249 847.986 -44.737 -5,3
Kundendepots mit Bestand 744.191 777.953 -33.762 -4,3
Kundendepots (Kurswert in Mio. Euro) 23.234 20.073 3.161 15,7
Kurswert je Depot (Euro) 31.221 25.802 5.419 21,0
Nettoabsatz Fremdemissionen (Mio. Euro) 1.565 1.475 90 6,1
-festverzinsliche Wertpapiere 613 418 195 46,6
-Investmentanteile 949 899 50 5,6