22.10.2009
Langfristige und verlässliche Förderung des Lese- und Schreibnachwuchses.
Literaturstiftung Bayern gibt Zielsetzung und Stifter bekannt.
Gabriel Engert, Vorsitzender des Stiftungsrats der Literaturstiftung Bayern: "Die Literaturstiftung Bayern wird ein Dach für die Literatur in Bayern sein. Es ruht auf der Kulturarbeit der Städte, die mit vielfältigen Veranstaltungen in Bibliotheken, bei städtischen und regionalen Literaturtagen, mit Lesefesten und Literaturpreisen, in literarische Gesellschaften und mittels Ausstellungen und Museen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Literatur auf kommunaler Ebene leisten. Dort verankert sind die Aktivitäten der Buchhandlungen und Verlage, die Aktivitäten vieler freier Kulturschaffender. Vor allem aber sind es die Schriftstellerinnen und Schriftsteller selbst, die dort leben und Spuren hinterlassen."
Wolfgang Aigner, Programmbereichsleiter Bayern 2: "Bayern 2 unterstützt als Kulturpartner die Arbeit der Literaturstiftung Bayern."
Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführer der Bayerischen Sparkassenstiftung, München: "Seit über zehn Jahren fördert die Bayerische Sparkassenstiftung Literatur in Bayern. Wir verstehen unsere Unterstützung als konsequente Fortsetzung dieser engagierten Förderung von regionaler Kultur."
Heike Fischer, Pressesprecherin Leipziger Buchmesse: "Die Leipziger Buchmesse freut sich darauf, der Literaturstiftung Bayern eine Plattform bieten zu können!"

von links nach rechts: Dr. Ingo Krüger, Wolfgang Aigner, Daniel Engert, Heike Fischer und Moderator Dietmar Schmidt, Presseclub München
München, den 22.10.2009 - Auf einer Pressekonferenz im Münchener Presseclub informieren die Initiatoren über ihr neuestes Projekt: Die erste regionale Stiftung für Literatur und Autoren in Bayern. Regionalität definiert dabei nur den räumlichen Handlungsradius; er definiert nicht literarische Inhalte oder die Autoren. Gründer der Stiftung ist der Arbeitskreis für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte e.V. Die Stiftung steht am Anfang. Sie wurde als Treuhandstiftung gegründet, die über verschiedene Stifter-Modelle ihr Vermögen schrittweise aufbauen wird und später in eine rechtsfähige Stiftung umgewandelt werden soll. Stiftungen in die Literaturstiftung Bayern sind sowohl für Privatpersonen wie für Unternehmen möglich. Namensstiftungen sieht die Stiftungssatzung ebenso vor, wie die zweckgebundene Zuwendung für ein konkretes Projekt.
Schon ein Jahr nach der Gründungsidee stellen die Initiatoren ihre Partner und ein erstes Programm vor. Gabriel Engert, Vorsitzender des Stiftungsrats der Literaturstiftung Bayern, zur Gründungsidee: "Die Literaturstiftung Bayern möchte ein Dach für die Literatur in Bayern sein. Es ruht auf der Kulturarbeit der Städte, die mit vielfältigen Veranstaltungen in Bibliotheken, bei städtischen und regionalen Literaturtagen, mit Lesefesten und Literaturpreisen, in literarische Gesellschaften und mittels Ausstellungen und Museen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Literatur auf kommunaler Ebene leisten. Dort verankert sind die Aktivitäten der Buchhandlungen und Verlage, die Aktivitäten vieler freier Kulturschaffender. Vor allem aber sind es die Schriftstellerinnen und Schriftsteller selbst, die dort leben und Spuren hinterlassen. Unser Stiftungsvorhaben will all diese Initiativen kräftigen, fördern, unterstützen und vernetzen, um Intensität und Wirkung zu steigern. Unser Stiftungsprojekt ist langfristig und auf dauerhafte Ergebnisse angelegt."
Die Ziele:
Kooperationsprojekte an Schulen, in Jugendeinrichtungen und Kindertagesstätten sollen die Begeisterung für Literatur und die Kompetenz des Lesens schon früh entwickeln. (Junge) Autoren sind dafür gute Botschafter.
Bayernweit vernetzte Literaturveranstaltungen sollen inhaltlich und organisatorisch gefördert und unterstützt werden.
Ein Reisestipendium ist geplant, das jungen Autoren und Autorinnen beim Aufbau der notwendigen Beziehungen für den Schriftstellerberuf helfen soll.
Übersetzungsförderung soll vor allem in Bayern lebenden Autorinnen und Autoren zugute kommen – ganz gleich, ob es sich um deren Übersetzertätigkeit handelt oder um die Vermittlung ihrer Stoffe im Ausland.
Regelmäßige Tagungen intensivieren den fachlichen Austausch und die Qualifikation der Literaturvermittler.
"Kampagnen" für das Lesen und Schreiben werden die öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung für Literatur in der Öffentlichkeit stärken und vermitteln, wie wichtig Literatur für das zivilisierte Zusammenleben der Gesellschaft ist.
Partner und Projekte:
Wichtig bei dieser auf Öffentlichkeit und Breitenwirkung hin angelegten Stiftungsarbeit sind potente Partner.
Dass Bayern 2 als Kulturpartner die Arbeit der Literaturstiftung Bayern unterstützen wird, sagt Wolfgang Aigner, Programmbereichsleiter Bayern 2, verbindlich zu. Auch die Leipziger Buchmesse wird der Literaturstiftung Bayern "eine Plattform bieten", verspricht Heike Fischer, Pressesprecherin der Leipziger Buchmesse, die eng verbunden ist mit dem großen Lesefest "Leipzig liest". Entsprechend soll ein Austausch über "Regionale Literaturförderung" in Leipzig und Ingolstadt stattfinden.
Auch die Bayerischen Sparkassenstiftung, München ist im Boot: "Seit über zehn Jahren fördern wir Literatur in Bayern. Wir verstehen unsere Unterstützung als konsequente Fortsetzung dieser engagierten Förderung regionaler Kultur", sagt Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführer. Ganz bewusst übernehmen die Bayerischen Sparkassen so Verantwortung für die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung in den Regionen. Mit Stiftungsmitteln in Höhe von 50.000 € dürfte der Grundstock für das geplante Festival LITERATURupdate gelegt sein, das 2010 im Rahmen der gemeinsamen Kulturarbeit der bayerischen Städte stattfinden wird. Die Sparkassen sind mit einer eigenen Reihe beteiligt, als "Partner junger Literatur".
Die Literaturstiftung Bayern bietet den Literatureinrichtungen in Bayern eine Partnerschaft an. Gegenseitige Verlinkung im Internet und wechselseitiger Informationsaustausch sind dann eine Selbstverständlichkeit. Die Partnerschaft eingegangen sind bisher das Fleißer-Haus Ingolstadt, die Marieluise-Fleißer-Gesellschaft Ingolstadt, die Rückert Gesellschaft e.V. Schweinfurt, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach, die Märchen-Stiftung Walter Kahn Volkach und die Weidener Literaturtage.
Für weitere Partner ist die Stiftung offen.
Historie:
Literaturförderung in Bayern ist ein Thema, das die bayerischen Städte bereits seit dem Jahr 2004 auf ihrer Agenda haben. In dem Jahr startete das Literaturfestival Die Literaturlandschaften Bayerns, das in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl öffentlicher und privater Vertreter des Literaturbetriebs in 180 Städten und Gemeinden Autoren und Bücher vorstellte, die Literaturgeschichte der Orte thematisierte und ein weites Forum für Literatur geschaffen hat. 2006 wurde das Festival fortgesetzt.
Kontakt:
| Dr. Christine Fuchs | Margarete Schwind | |
| Literaturstiftung Bayern | SCHWINDKOMMUNIKATION | |
| Hohe-Schul-Straße 4 85049 Ingolstadt 0841-305 1868 | Knesebeckstraße 96 10623 Berlin 030-319983 20 | |
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