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09.10.2001

Geschäftstrend

Mehr Einlagen bei den Sparkassen

Von einem erfreulichen Anstieg im Einlagengeschäft berichtete Dr. Siegfried Naser, Geschäftsführender Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, im Rahmen eines Pressegespräches des Presseclubs Ingolstadt.

So würden sich in diesem Jahr die Einlagen besonders positiv entwickeln. Naser wörtlich: "Wir haben hohe Mittelzuflüsse bei den Sicht- und Termineinlagen. Gleichzeitig schwächt sich der Spareinlagenrückgang ab, so dass sich per Saldo ein sehr erfreuliches Plus bei der Gesamt-Einlagenentwicklung ergibt."

Von Januar bis Juli 2001 haben bei den bayerischen Sparkassen die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken um 2.221 Mio DM (+1,1%) zugenommen, nachdem im gleichen Vorjahreszeitraum noch ein Rückgang von 5.653 Mio (-2,7%) zu verzeichnen war.
Beim Wertpapiergeschäft sieht man eine totale Trendumkehr zum Vorjahr. Der Nettoabsatz an Wertpapieren belief sich per Ende Juli 2001 auf 1.448 Mio DM, was einem Rückgang von ca 78% gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Am stärksten davon betroffen ist der Nettoabsatz bei den Dividendenwerten (-92,8% auf 128 Mio DM) und bei den Investmentanteilen (-76,3% auf 1.149 Mio DM). Leicht positiv entwickelt hat sich nur der Bereich der festverzinslichen Wertpapiere.

Der Saldo bei der Ersparnis der inländischen Privatpersonen habe sich bis Ende Juli 2001 mehr als verdreifacht (+ 4.162 Mio DM zu 1.323 Mio DM), so Naser. Positiv sah er dabei die starke Bestandszunahme bei den bilanzwirksamen Anlagen. Die anhaltende Börsenschwäche habe somit zu einer verstärkten Nachfrage nach sparkasseneigenen kursunabhängigen Produkten geführt.

Bei den Krediten an Privatkunden ergab sich per Ende Juli 2001 nur ein mäßiger Zuwachs in Höhe von 177 Mio (+0,1%) nach 1.289 Mio DM im Vorjahr (+0,7%). Die Darlehenszusagen haben aber im Vergleich zum Vorjahr um 14,1% deutlich zugenommen. Dies dürfte im weiteren Jahresverlauf noch zu einem etwas höheren Wachstum des Forderungsbestandes führen.

Naser erwartet für das Gesamtjahr 2001 einen erneuten Rückgang des Betriebsergebnisses vor Bewertung, sieht aber für die Eigenkapitalsituation bei den bayerischen Sparkassen keine Probleme.