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20.02.2002

Jede zweite Existenzgründung finanziert

Naser: Sparkassen "erste Hausbank" der Klein- und Mittelbetriebe

Die Mittelstandsorientierung ist für die Sparkassen ein tragendes Element ihrer Geschäftsstrategie. Bei rund der Hälfte aller Unternehmen in Deutschland mit weniger als 500.000 € Firmenumsatz sind die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe erste Hausbank.

Dies erklärte Dr. Siegfried Naser, Geschäftsführender Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, anlässlich einer Vortragsveranstaltung in Schwandorf. Besonders stark sei die Stellung der Sparkassen und Landesbanken bei Krediten an Unternehmen und Selbstständige. Insgesamt stieg der ohnehin schon beträchtliche Marktanteil von 38,6 % in 1999 auf 39,0 % im Jahr 2000.

Noch herausragender ist die Rolle der Sparkassen-Finanzgruppe bei der Finanzierung örtlicher Handwerks-betriebe. Dort erhöhte sich der Marktanteil von 65,0 % in 1999 auf 66,4 % im Jahr 2000, so Naser. Auch bei Existenzgründungen bestehe ein hoher Marktanteil. Im Jahr 2000 sei jede zweite Existenzgründung von Sparkassen und Landesbanken finanziert worden.

Naser wörtlich: "Dies alles hängt sicherlich auch damit zusammen, dass uns an einer engen, langfristig angelegten Verbindung zu den Mittelstandsunternehmen liegt. Sparkassen müssen nicht wie Aktiengesellschaften stets mit einem Auge die Ergebnisse zum Quartalsende im Blick haben. Deshalb hilft unsere Partnerschaft zweifellos auch einmal über Durststrecken hinweg. Die Bewältigung des strukturellen Wandels in unseren Tagen ist ein typisches Beispiel dafür. Unsere Geschäftspolitik wird nicht anonym in fernen Zentralen festgelegt, sondern richtet sich marktnah an den individuellen Bedürfnissen der Betriebe aus."