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20.02.2002

Basel II

Naser fordert Beginn der Auswirkungsstudie

"Die bayerischen Sparkassen sind dagegen, eine Studie über die Auswirkungen der aktuellen Vorschläge zur Neuregelung der Eigenkapitalunterlegung bei Kreditinstituten ("Basel II") zu verschieben." Dies erklärte Dr. Siegfried Naser, Geschäftsführender Präsident des Sparkassenverbandes Bayern anlässlich des Abends des Handwerks in Schwandorf/Charlottenhof."

Der Vorschlag, die Studie zu verschieben, war von US-Vertretern der Arbeitsgruppe des Baseler Ausschusses angeregt worden. Der Sparkassenpräsident sagte dazu sinngemäß, dass von dieser Studie wichtige Erkenntnisse über die tatsächlichen Folgen der neuen geplanten Eigenkapitalregelungen erwartet werden. Deshalb müsste sie umgehend erstellt werden.

Naser wörtlich: "Insbesondere, um bei der Vielzahl noch offener Fragen zu tragfähigen Ergebnissen zu kommen, brauchen wir die praxisnahe Überprüfung der verschiedenen Lösungsansätze. Dies gilt hauptsächlich für die vor allem für Kredite kleinerer Unternehmen bedeutende Frage der Einordnung und Abgrenzung von Retailkrediten."

Vor allem im Bereich der Finanzierungsbedingungen des deutschen Mittelstandes gibt es noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Insbesondere muss hier der geringeren Gesamtrisikosituation bei Krediten an kleinere Unternehmen stärker Rechnung getragen werden. Aber auch die Behandlung von langfristigen Krediten ist noch keineswegs zufriedenstellend geklärt. "Diese Punkte dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Sie sind für die künftige Finanzierung vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen von entscheidender Bedeutung", erklärte Naser.