Folge SV_Bayern auf Twitter


11.02.2010

Richtigstellung

In einem Zeitungsbericht in der Mainpost, Ausgabe Kitzingen, sowie im Kitzinger Anzeiger, jeweils vom 11. Februar 2010, behauptet der Vorstandsvorsitzende der Volks- und Raiffeisenbank Kitzingen, dass sich die bayerischen Sparkassen als ehemals hälftiger Teilhaber der BayernLB ihrer Verantwortung zu Lasten der Steuerzahler entzogen hätten. Diese Aussage ist unzutreffend.

In einem Zeitungsbericht in der Mainpost, Ausgabe Kitzingen, sowie im Kitzinger Anzeiger, jeweils vom 11. Februar 2010, behauptet der Vorstandsvorsitzende der Volks- und Raiffeisenbank Kitzingen, dass sich die bayerischen Sparkassen als ehemals hälftiger Teilhaber der BayernLB ihrer Verantwortung zu Lasten der Steuerzahler entzogen hätten.

Diese Aussage ist unzutreffend. Die bayerischen Sparkassen haben in gleichem Umfang wie der Freistaat Bayern als jeweils 50 %ige Miteigentümer die Verluste an der BayernLB mitgetragen. Die bayerischen Sparkassen haben sich lediglich nicht mehr an der Zuführung von neuem Kapital in Höhe von sieben Milliarden Euro durch den Freistaat beteiligt (drei Milliarden der genannten zehn Milliarden Euro sind nur stille Einlagen). Durch diese einseitige Kapitalzufuhr ist der Anteil der Sparkassen an der BayernLB von ehemals 50 % auf 4 % zurückgegangen, und der Freistaat besitzt nunmehr 96 % an der BayernLB. Nach den aktuellen Feststellungen der drei weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Ernst & Young, KPMG und Deloitte hat die BayernLB auch heute noch einen höheren Wert als das durch den Freistaat Bayern zugeführte Kapital d. h., der Freistaat hat einen entsprechenden Vermögenswert für sein zugeführtes Kapital erhalten. Im Übrigen sollte auch die VR Bank Kitzingen eG wissen, dass das Bankensystem der Welt vor dem Zusammenbruch stand. Ohne die weltweiten staatliche Maßnahmen, auch gerade im privaten Sektor (in Deutschland z. B. 100 Milliarden Euro für die HRE, 18 Milliarden Euro für die Commerzbank und acht Milliarden Euro für die IKB), wäre der Großbankensektor zusammengebrochen und nachfolgend aufgrund der vielfältigen Verflechtungen auch der Sparkassen- und der Genossenschaftssektor. Insofern haben die Staaten, und damit die Steuerzahler, weltweit den Zusammenbruch des gesamten Bankensystems abgewendet.