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26.02.2010

Sparkassen billigen Anpassung der Anteilsverhältnisse bei der BayernLB

Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Sparkassenverbands Bayern, die 73 bayerischen Sparkassen und ihre Träger, haben heute, der Anpassung der Anteilsverhältnisse bei der BayernLB Holding AG zugestimmt. In Folge der einseitigen Kapitalzuführungen bzw. Stabilisierungsmaßnahmen seitens der Freistaats Bayern im Dezember 2008 sinkt die Beteiligungsquote des Sparkassenverband Bayern an der BayernLB Holding AG - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien des Freistaats Bayern - auf 4,18 %. Die restlichen rund 95,82 % der Aktien werden vom Freistaat Bayern gehalten.

Ende 2008 - auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise - konnten die Anteilsverhältnisse anhand einer indikativen Bewertung der BayernLB nur vorläufig festgestellt werden. Danach ergab sich für den Sparkassenverband Bayern eine Beteiligungsquote von rund 6 %.


Wie im Dezember 2008 zwischen dem Freistaat Bayern und dem Sparkassenverband Bayern vereinbart, wurden im Jahre 2009 die Bewertungsarbeiten zur Feststellung der endgültigen Anteilsverhältnisse vorgenommen. Dieser Bewertung ist der bei der EU-Kommission eingereichte, konkretisierte Restrukturierungsplan der BayernLB zugrunde gelegt worden. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young führte die Bewertungsarbeiten im Auftrag der BayernLB als neutraler Gutachter durch. Die Wirtschaftprüfungsgesellschaften KPMG und Deloitte waren durch den Freistaat Bayern bzw. den Sparkassenverband Bayern beauftragt, die Bewertungsarbeiten von Ernst & Young zu begleiten und das Resultat abschließend gegenüber dem jeweiligen Auftraggeber zu beurteilen.


Nach dem von Ernst & Young vorgelegten und von KPMG sowie Deloitte be­stätigten Bewertungsergebnis sinkt der Anteil des Sparkassenverbandes Bayern an der BayernLB Holding AG auf nunmehr 4,18 %. Die Regelung zur Anpassung der Beteiligungsverhältnisse wird flankiert durch vertragliche Vereinbarungen zwischen dem Freistaat Bayern, dem Sparkassenverband Bayern und der BayernLB, in denen die Rechtsbeziehungen der Vertragspartner weiter konkretisiert werden. Die Vereinbarungen sehen für den Sparkassenverband Bayern bezüglich der Bayerischen Landesbausparkasse (LBS-Bayern) ein Vorkaufsrecht vor. Sie stehen ebenfalls noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien des Freistaates Bayern.


Wie der scheidende Geschäftsführende Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, Dr. Siegfried Naser, am Rande der Verbandsversammlung ausführte, ist mit dem nunmehr von Sparkassenseite gebilligten Ergebnis eine Lösung gefunden worden, die zu einem fairen Ausgleich zwischen den Beteiligten führt. "Die bayerischen Sparkassen haben mit der Reduzierung ihres Anteils an der BayernLB Holding AG von 50 % auf 4,18 % zwar einen erheblichen und schmerzlichen Verlust erlitten, bleiben aber dennoch leistungsfähig", so Naser.