20.02.2002
Finanzpartner des Mittelstandes
Sparkassen fördern lokale Wirtschaftsentwicklung
Sparkassen seien im Grunde genommen ebenfalls mittelständische Unternehmen. Aus der langen Partnerschaft zwischen Sparkassen und Mittelstand habe sich eine feste Schicksalsgemeinschaft gebildet. Dennoch müssten auch Sparkassen wirtschaftlich arbeiten, denn sie würden nicht von der öffentlichen Hand alimentiert, so Naser.
Zuvor hatte der Sparkassenpräsident aufgezeigt, dass es für den Mittelstand wenig Alternativen zur Kreditfinanzierung gibt. Sowohl eine Börsennotierung, als auch diverse Formen der Beteiligungsfinanzierung würden für die Mehrzahl der heimischen Betriebe kaum in Frage kommen. Naser wörtlich: "Mittelständler brauchen Finanzierungsleistungen, die die örtlichen Gegebenheiten und die regionalen Erfolgsaussichten mit ins Kalkül ziehen. Ihnen wie den Sparkassen vor Ort ist ganz klar, dass sich nicht alles über einen Kamm scheren lässt.
Die Sparkasse Schwandorf, in deren Geschäftsgebiet die Veranstaltung stattfand, hatte zum 31.12.2001 467 Mio. Euro, also über 50% des Kreditvolumens, an Unternehmen und Selbstständige vergeben. Allein 29% aller Kundenkredite gingen an das verarbeitende Gewerbe, 11% an das Baugewerbe. Darüber hinaus hat sie 2,7 Mio. Euro Weiterleitungsdarlehen an das Handwerk im Landkreis Schwandorf ausgereicht, 1,3 Mio. Euro vergab die Sparkasse speziell für Existenzgründungen. Die Sparkasse im Landkreis Schwandorf ist im Beirat des Mittelstandszentrums in Maxhütte–Haidhof vertreten und kooperiert darüber hinaus mit dem Lindnerinstitut in Arnsdorf, das sich insbesondere der Existenzgründungen annimmt. Gemeinsam mit der S-Refit GmbH & Co. KG ist die Sparkasse an mehreren Unternehmen mit 3,8 Mio. Euro beteiligt. Damit leiste die Sparkasse im Landkreis Schwandorf, so Naser, wesentliche Beiträge zur Wirtschafts- und Standortentwicklung in diesem Teil der Oberpfalz.
