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06.11.2001

Sparkassen fördern telemedizinisches Pionierprojekt in Ostbayern

Erste Erfolge sind ermutigend.

In einem weltweit einzigartigen Pilotprojekt werden von der Universitätsklinik Regensburg moderne Methoden der Früherkennung von möglichen Augenerkrankungen bei Früh- und Neugeborenen erforscht. Damit können bei positiver Diagnose schwere Sehstörungen bis hin zur Erblindung verhindert werden. Im Rahmen der Pressekonferenz wird Herr Sozialstaatssekretär Georg Schmid über die Initialzündung, die ersten Erfahrungen und die Fortführung des Projektes informieren.

Etwa acht Prozent aller extrem Frühgeborenen sind von solchen Krankheitsrisiken bedroht. Eine zeitgerechte Lasertherapie kann die gefährliche Netzhautablösung verhindern.

Als weltweit einzigartiges Vorhaben wurde ein telemedizinisches Netz zur Erkennung dieser Netzhautveränderung im Jahre 2000 im ostbayerischen Raum etabliert. Aus Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl haben die Sparkassen im Freistaat über die Bayerische Sparkassenstiftung das gesamte Forschungsprojekt mit einer halben Millionen D-Mark gefördert. 200.000 DM stellten sie für die Pilotphase im ostbayerischen Raum zur Verfügung. Die schnelle Verbreitung des wirtschaftlichen Fortschritts zum Wohle der Menschen auch außerhalb der Ballungszentren entspricht dabei der Verantwortung der Sparkassen für ihre jeweilige Region. Dank dieses Pilotprojektes erfahren Frühchen in der Region bei der Augendiagnose eine ebenso gute und kompetente Behandlung wie ihre Altersgenossen in großen Geburtskliniken. Das Projekt soll nach erfolgreichem Abschluss der Testphase in den fünf ostbayerischen Perinatalzentren mit Hilfe der Bayerischen Sparkassenstiftung bayernweit zum Einsatz gelangen. Für die Therapierung haben die bayerischen Sparkassen darüber hinaus ein mobiles Lasergerät zur Verfügung gestellt.

Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführer der Bayerischen Sparkassenstiftung wörtlich: "Kein junger Erdenbürger soll in Bayern außerhalb der Zentren aufgrund überholter Diagnoseverfahren erblinden."

Insgesamt investierten die bayerischen Sparkassen im Jahr 2000 16,5 Mio. DM für soziale Maßnahmen und wurden u.a. so ihrem öffentlichen Auftrag gerecht.