05.09.2002
Existenzgründer
Sparkassen starten neue Runde im StartUp-Wettbewerb
Ab sofort ist es möglich, sich für die neue Runde beim StartUp-Wettbewerb zu melden. Teilnehmen kann jeder, der sein Unternehmen in diesem Jahr gegründet hat oder die Gründung bis Ende 2003 plant. Nachfolgeunternehmen sind ebenfalls aufgerufen, sich zu beteiligen. Jeder Wettbewerbsteilnehmer erhält eine detaillierte schriftliche Untersuchung zu den Stärken und Schwächen seines Gründungsvorhabens. Die drei besten Teilnehmer in Bayern bekommen zudem Geldpreise über insgesamt 35.000 €. Darüber hinaus wird ein Sonderpreis für Unternehmensnachfolger ausgelobt. Der bayerische Sponsor, die Unternehmensberatung Schaffer&Collegen GmbH, stellt ferner ein spezifisches Coaching-Programm für Gründer bereit. Bei Qualifizierung auf Bundesebene sind weitere Preise möglich.
In einer Umfrage unter den jeweils 500 besten Teilnehmern des StartUp-Wettbewerbes der Jahre 1998 bis 2002 wurde festgestellt, dass durchschnittlich pro Unternehmen im dritten Geschäftsjahr 9,7 feste Arbeitsplätze geschaffen werden. Laut Erhebungen verschiedener Wirtschaftsforschungsinstitute, u. a. des Bonner und des Rheinisch-westfälischen Institutes für Mittelstandsforschung, liegt der bundesweite Durchschnitt geschaffener Arbeitsplätze mehr als 50 Prozent darunter, bei drei bis fünf Arbeitsplätzen pro Neugründung. Betrachtet man die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze der Bundessieger des StartUp-Wettbewerbes, wird der Unterschied noch deutlicher; hier liegt der Durchschnitt bei 16,3 Arbeitsplätzen pro Unternehmen. Die Umfrage wurde von Mai bis Juni 2002 in Kooperation mit der Universität Karlsruhe unter den Jahrgangsbesten seit Bestehen des StartUp-Wettbewerbes durchgeführt. Insgesamt wurden 2.500 Fragebögen verschickt. Der StartUp-Wettbewerb ist der größte, branchenübergreifende Existenzgründungswettbewerb in Deutschland und wurde 1997 ins Leben gerufen.
Bereits in einer ersten Umfrage unter den StartUp-Teilnehmern im Jahr 2000 wurde nachgewiesen, dass der StartUp-Wettbewerb sehr erfolgreiche Gründungen hervorbringt. Dort lag die Zahl der Arbeitsplätze ebenfalls über dem bundesweiten Durchschnitt bei neun Arbeitsplätzen. Verglichen mit den aktuellen Daten ergibt sich eine nochmalige Erhöhung der Arbeitsplatzzahl um fast 10 Prozent.
Auch beim Umsatz ist eine Steigerung sichtbar: erwirtschafteten im Jahr 2000 die StartUp-Teilnehmer einen jährlichen Umsatz von 1,258 Mio. Euro pro Unternehmen, so liegt nach der aktuellen Umfrage sogar bei 1,8 Mio. Euro.
Die Umfrage ergab weiterhin, dass 92 Prozent der Unternehmen, die am Wettbewerb teilnahmen, auch tatsächlich ein Unternehmen gegründet haben bzw. dies in naher Zeit vorhaben. Lediglich vier Prozent haben ihr Gründungsvorhaben aufgegeben. Ein Drittel der im Jahr 2000 gegründeten Unternehmen erwirtschaftet bereits Gewinne, ein Indiz für die Solidität der umgesetzten Geschäftsmodelle.
Diese sehr positiven Zahlen spiegeln den Nutzen wider, den die StartUp-Teilnehmer aus dem 1997 ins Leben gerufenen Wettbewerb ziehen. Die Teilnehmer gaben an, dass sie durch den Wettbewerb ihr Gründungsvorhaben besser planen konnten, eine bessere Marktkenntnis erhielten, durch die Hinweise der Juroren ihre Geschäftsidee verbessern konnten und dass sie insgesamt durch StartUp ihren Unternehmensstart besser vorbereiten konnten. Der StartUp-Wettbewerb leistet demnach einen wesentlichen Beitrag bei der Verringerung des Gründungsrisikos und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Unternehmensgründung.
Einsendeschluss für die Geschäftspläne ist der 31. Dezember 2002. Fragen zum Wettbewerb beantwortet die zentrale Hotline unter (01 80) 3 32 33 60. Weitere Informationen bei StartUp-Wettbewerbsleiter Michael Zehnter, Sparkassenverband Bayern, Tel. 089/2173-1693, e-mail: michael.zehnter@svb-muc.de.
