14.05.2002
Sparkassen werden im Wettbewerb auch nach der Entscheidung von Brüssel erfolgreich bestehen
Im Rahmen der "Würzburger Universitätsreden" zum Wirtschafts- und Währungsrecht hatte der bayerische Sparkassenpräsident in der Aula der Alten Universität einen detaillierten Vortrag über die Strukturen im deutschen Kreditgewerbe und über die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Bankensektors gehalten. Dabei ging Naser auf die konkreten Folgen der EU-Rechtsharmonisierung ein und stellte die Konsequenzen für die Sparkassen dar. Nach der Modifizierung der Anstaltslast und dem Wegfall der Gewährträgerhaftung sieht Naser zwar Erschwernisse beim Refinanzierungsaufwand. Doch dies werde ausgeglichen durch die nunmehr erreichte Rechtssicherheit und die Bestätigung der Sparkassen als EU-konforme Kreditinstitute, die sich nun mit voller Kraft auf den Markt konzentrieren könnten, ohne durch theoretische Rechtsdebatten blockiert zu werden. Der Geschäftsführende Präsident des Sparkassenverbandes Bayern sieht folgende strategische Eckpfeiler als Erfolgsgarant regionaler Kreditinstitute:
- Effektive Kundeninformationssysteme,
- deckungsbeitragorientiertes Verkaufstrainung,
- aktive Kundenberater,
- Qualitätsbenchmarking,
- Ausbau von Callcentern,
- weiterer Ausbau des Internetbankings,
- Ausbau des Individualkundengeschäfts.
Die Sparkassen hätten mit ihrer Multikanalstrategie, dem arbeitsteiligen Verbund innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe sowie mit der Bündelung marktabgewandter Aktivitäten dafür die richtigen Instrumente in der Hand. Sparkassen verfolgen als regionale Kreditinstitute mit der Einbindung in die große bayerische und deutsche Sparkassen-Finanzgruppe im Allfinanzverband über eine gute Ausgangslage im sicher nicht einfachen Wettbewerb. Die Sparkassen werden sich in dieser Konkurrenz mit den Wettbewerbern auch in der Zukunft gut und erfolgreich schlagen, so der Geschäftsführende Präsident des Sparkassenverbandes Bayern.
